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Die eigene Playlist ins Auto bringen

Garmin AutoradiosFrüher war Musik hören während der Autofahrt einfach. Sie haben sich einen Radiosender ausgesucht, eine CD in das CD-Fach geschoben oder eine Kassette abgespielt. Das in der Zukunft die Möglichkeit besteht, digitaleSammlungen von Musik im Auto zu hören oder Ihre Lieblingsmusik über das Smartphone zu streamen, hätten Sie damals sich als Unfug abgetan. Bereits zwischen 2005 und 2007 haben neue Technologien die Autoindustrie erobert und neue Fahrzeuge wurden von den Herstellern mit SD-Kartenlesern, USB-Ports, AUX-Eingängen für 3,5-mm-Klinke und mit hochmodernen Autoradios ausgestattet, die USB und Bluetooth integriert hatten. Heutige Autos sind mittlerweile wahre Multimedia-Allerkönner, wobei Sie zwischen WLAN-Hotspot mit eigenem Tarif oder mehreren Touch-Display und vielem weiteren wählen können. Doch wie gelingt es, die eigene Playlist ins Auto zu bringen, ohne gleich viel Geld ausgeben zu müssen?

Altes Auto und moderne Technik

Die eigene Playlist ins Auto bringenNicht jeder Autofahrer hat sich in den letzten Jahren ein neues, modernes Auto mit allen möglichen technischen Finessen geleistet. Vielleicht, weil das Herz an diesem alten Auto hängt oder weil vielleicht nicht mal eben für mehr als 10.000 Euro ein neues Auto gekauft werden kann. Sie begnügen sich mit dem, was Sie haben und ärgern sich zunehmend darüber, dass Sie sich nicht die aktuelle Playlist von Spotify, Alexa & Co. einfach und unkompliziert im Fahrzeug anhören können. Dafür müssen Sie zuerst Ihre MP3-Sammlung auf CD brennen, was vielfach sehr mühselig ist.

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Diese aufwendige Arbeit können Sie sich ersparen und die Musik direkt von Ihrem Smartphone oder einem digitalen Datenträger auf das Radio in Ihrem Auto übertragen. Die Musik kommt mit einem guten Klang über die eingebauten Lautsprecher, um Ihnen während der Fahrt ein tolles Musikerlebnis bereitzustellen. Damit das auch in einem alten Auto funktioniert und Sie sich nicht gleich ein neues Fahrzeug zulegen müssen, gibt es die sogenannten FM-Transmitter.

Autoradio mit dem Smartphone koppeln – AUX mit Zubehör, USB oder Bluetooth

Am einfachsten gelingt das Koppeln des Autoradios mit USB, AUX-Eingang oder Bluetooth mit einem sogenannten FM-Transmitter, mit dem das Fahrzeug nachgerüstet wird. Die Abkürzung „FM“ bedeutet Frequenzband beziehungsweise Frequenzmodulation und findet bei Ultrakurzwelle Verwendung. Wenn Sie ein brauchbares Gerät suchen, finden Sie diese bereits für ein paar Euro im Fachhandel. Mit Strom werden sie im Regelfall über den Zigarettenanzünder im Auto versorgt. Ist im Fahrzeug keine 12-V-Buchse vorhanden, lässt sich der FM-Transmitter auch über USB- oder Lightning-Kabel direkt mit dem Smartphone verbinden. Für längere Touren mit dem Fahrzeug ist diese Verbindung nicht zu empfehlen, weil Musik abspielen und unterschiedliche Apps viel Strom verbrauchen. Über den FM-Transmitter kann der Akku nicht mit Strom versorgt werden.

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Tipp! Beim Autoradio suchen Sie nur im UKW-Bereich bestimmte Frequenzen heraus, die im Bereich von 88,1 und 107,9 MHz liegen. Da die meisten Geräte eine noch größere Frequenzspanne bereitstellen, können Sie auch im UKW-Bereich Frequenzen zwischen 87,5 und 108.0 MHz wählen. Damit sind dann auch freie Frequenzbänder in engeren Umfeld einfacher nutzbar.

Wie funktioniert ein solcher FM-Transmitter?

Der FM-Transmitter ist darauf ausgelegt, via Radiofunkwellen Informationen von einem Smartphone im näheren Bereich von wenigen Quadratmetern weiterzureichen. Das gelingt via Bluetooth oder Kabel mit Klinkenstecker und einem Speichermedium.  Außerdem wird auf dem Transmitter dafür selber eine Frequenz ausgewählt, die beim Autoradio auch eingestellt wird. Um Störgeräusche und Rauschen zu verhindern, sollten Sie eine Frequenz wählen, die in Ihrer Region nicht zum Einsatz kommt. So bleiben Überlappungen von Tonsignalen und Störgeräusche von anderen Verwendern oder Rundfunkstationen in Ihrer nahen Umgebung aus. Verwechseln Sie vorhandene Störungen nicht mit den Geräuschen, die durch aktives Telefonieren oder bei einem Download aus den Lautsprechern kommen können. Wenn Sie Bluetooth 5.0 verwenden und das Smartphone nicht in direkte Nähe zum Radio oder FM-Transmitter positionieren, werden diese Geräusche weniger, verschwinden allerdings nicht komplett.

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TIPP! So finden Sie die optimale Frequenz: Um die optimale Frequenz zu finden, lohnt sich ein Blick auf die Liste bei Wikipedia. Sie gibt Auskunft darüber, welche Frequenzen von Rundfunksendern in Deutschland belegt sind. Suchen Sie sich eine Frequenz heraus, die nicht zu stark ausgelastet ist. Um einen besseren Überblick zu erhalten, können Sie auch bequem eine Sortierung nach verschiedenen Standorten vornehmen. 

Welche Features sollte ein FM-Transmitter mitbringen?

Der FM-Transmitter stellt Ihnen auch die Möglichkeit bereit, in Ihrem Fahrzeug eine Freisprechanlage zu verwenden. Allerdings muss das gewählte Gerät darauf ausgelegt sein und ein Mikrofon integriert haben. Die Stimme des Gesprächspartners wird über die Autolautsprecher wiedergegeben. Ein FM-Transmitter sollte auf jeden Fall über folgende Feature verfügen:

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  • USB-Ports
  • Media-Player-Funktionen für USB-Sticks
  • USB Kartenleser mit Transmittersteuerung (optional)
  • Smartphone-Akku-Ladefunktion
  • Unterstützung von Schnellladefunktionen

Wenn Sie sich einen FM-Transmitter aussuchen, sollten Sie sich die Ausgänge genau anschauen wie bei anderen Ladegeräten auch. Diese sollten eine ausreichend hohe Ampere-Zahl mitbringen. Denn gerade Streaming, Übertragung via Bluetooth und ebenso Audio-Play benötigen viel Energie, die der Transmitter so schnell gar nicht wieder bereitstellen kann. Zusätzlicher Strom wird verbraucht, wenn Sie eine Navigations-App gleichzeitig nutzen.

Der FM-Transmitter sollte eine Stromstärke rund 2 Ampere oder mehr mitbringen. Das reicht für aktuelle Smartphones. Bei weniger Ampere müssen Sie Ihre Erwartungen deutlich herunterschrauben. Möchten Sie zweiSmartphones gleichzeitig zum Laden mit dem Transmitter verbinden, wird der Gesamtwert entsprechend geteilt. Eine gute Orientierung für die Amperezahl des Transmitters liefert Ihnen das Smartphone-Ladegerät.

Womit gibt es den besten Klang und wie gelingt die Integration ins Fahrzeug?

Um eine gute Klangqualität beim Musikhören zu bekommen sollte der FM-Transmitter verschiedene Faktoren erfüllen. Wenn Sie schon die Wahl haben, sollte für das Nachrüsten des Fahrzeugs nur das Beste gut genug sein, damit Sie sich anschließend nicht nur ärgern. Anhand der folgenden Tabelle erhalten Sie schnell einen Überblick:

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Ausstattung Beschreibung
USB-Anschlüsse Abgabe von bis zu 2,4 Ampere
Quick-Charge 3.0 Unterstützung der Freisprechfunktion
Bluetooth 5.0 Für erweiterten Frequenzbereich
Gute Tonqualität Durchschnittliche Biterate von 192 bis 256 kbps
12-Volt-Anschluss Eventuell mit Kabel für den Anschluss an schwer zugänglichem Zigarettenanzünder
Bedienelement Einfache Montage am Armaturenbrett oder an einer separaten Halterung
AUX-Anschluss Für Geräte ohne Bluetooth wie alte MP3-Player

Klangqualität der Musik im Auto

Dass ein FM-Transmitter nicht die Klangqualität liefern kann wie ein hochtechnisches Car-Infotainment-System, sollte jedem klar sein. Doch mit einem FM-Transmitter gelingt es Ihnen, Ihre Playlist ins Auto zu bringen. Optional kann das alte Autoradio gegen ein neues Bluetooth-Radio ausgetauscht werden.

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Bildnachweise: Adobe Stock / F8studio, Amazon / Garmin

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